Ratgeber des BBK Vorratskalkulator K B R © Notvorrat Einkaufs-Checkliste Zehn Tage für einen Single-Haushalt oder drei Tage für eine dreiköpfige Familie Lebensmittel Menge Brot: Brot/Knäcke/Zwieback/Kekse, Getreideflocken/Müsli, Kartoffeln, Nudeln, Reis 3 kg Gemüse und Pilze: Bohnen, Erbsen, Sauerkraut, Mais, Gurken, Champignons; hauptsächlich Konserven Obst und Nüsse: Apfelmus, Ananas, Pfirsiche, Mandelmus, Sesammus; hauptsächlich Konserven Eier, Fleisch, Wurst, Käse, Fisch: hauptsächlich Konserven/haltbare Produkte Fette/Öle Milch/Milchalternative Mineralwasser Sonstiges: Salz, Brühpulver, Zucker, Honig, Schokolade 4 kg 2,5 kg 2 kg 300 g 2 l 20 l Hinweise: - Bei Konserven zählt das Abtropfgewicht. - Bei Personen mit besonderen Ernährungserfordernissen (Säuglinge, bei Allergien, Unverträglichkeiten…) muss der Notvorrat entsprechend angepasst werden. - Auch Haustiere berücksichtigen. Vorräte durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Bis die Verteilung und Verarbeitung – zum Beispiel Getreide zu Mehl – der staatlichen Reserven anläuft, wird die private Vorratshaltung im allerersten Moment eines Versorgungsengpasses im Fokus stehen. Ein gut geplanter privater Notvorrat ist wichtig und gibt Sicherheit. Stromausfälle, extreme Wetterereignisse, Pan- demien oder andere Krisenlagen treten plötzlich und ohne Vorwarnung ein. Wer hier gut vorbereitet ist, verschafft sich Unabhängigkeit und entlastet das Gemeinwesen. Ein guter Lebensmittelvorrat sollte für drei Tage, möglichst sogar für zehn Tage pro Person ausgelegt sein. Wichtig ist auch ein Vorrat von Trinkwasser, da das Trinkwassernetz ausfallen kann. Leben Haustiere im Haushalt, empfiehlt sich auch für diese ein Krisenvorrat. Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte darauf geachtet werden, dass ein Großteil ungekühlt haltbar ist und sich ein Teil davon auch ohne Strom zubereiten oder sogar ohne vorheriges Kochen verzehren lässt. Es gibt verschie- dene Wege, sich einen Notvorrat anzulegen. Eine Möglich- keit ist, den kompletten Vorrat auf einmal einzukaufen. Alternativ kann der Notvorrat auch schrittweise wachsen, indem er bei jedem Einkauf nach und nach durch Produkte ergänzt wird. Der Vorrat sollte in die tägliche Ernährung integriert werden und so laufend erneuert werden. Dies verhindert einen Verderb der Nahrungsmittel. Wir sensibilisieren regelmäßig für die private Vorratshal- tung, zum Beispiel auf Gartenschauen. Die Checkliste auf dieser Seite ist eine Orientierungshilfe, was ein Lebens- mittel-Notvorrat umfassen sollte. Weitere Hinweise sowie einen Vorratskalkulator können Sie über die Internetseite der Regierungspräsidien oder die QR-Codes zu Seiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophen- hilfe (BBK) auf dieser Seite abrufen. Erhalt und Zukunft der Streuobstwiesen Baden-Württemberg verfügt europaweit mit über sieben Millionen Bäumen über die größten zusammenhängenden Streuobstflächen. Sie sind ein Hotspot der Biodiversität, prägen die Kulturlandschaft in unserer Region und sind essenzieller Bestandteil der Biotopvernetzung. Aber die Streuobstwiesen sind in ihrer Vielfalt bedroht. Viele Bäume sind in einem schlechten Pflegezustand. Im Jahr 2015 hat das Land daher das Förderprogramm „Baumschnitt Streuobst“ etabliert. Das Gros der Antrag- 18 stellenden stammt aus dem Regierungsbezirk Stuttgart. Im Zeitraum 2020 bis 2025 bewilligte das RPS insgesamt rund 487.000 Baumschnitte über dieses Förderprogramm. Das Förderprogramm unterstützt den fachgerechten Schnitt von Streuobstbäumen und trägt so wesentlich zum Erhalt und zur Pflege der baden-württembergischen Streuobst- wiesen bei. Mit der Fortschreibung des Förderprogrammes über 2025 hinaus leistet das Land auch in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung unserer Streu- obstbestände.